Den anderen schlecht reden oder „negative campaining“ ist in den USA weit verbreitet. Das Duell Hillary Clinton gegen Donald Trump im Jahr 2016 machte teilweise den Eindruck, dass es um nichts anderes ging, als den Gegner schlechtzureden. Genau das ist das Zentrale daran, es geht nicht darum, die Wählerinnen des Gegenlagers zu gewinnen, sondern ihnen das Wählen zu vermiesen, so dass sie lieber nicht wählen gehen. Aber nicht alles, was in der USA funktioniert, geht auch für die Schweiz!

Bei uns ist das Schlechtmachen des Gegners im Wahlkampf noch verpönt. Ausser die CVP (ja, die mit dem „christlich“ im Namen) machen das bereits intensiv. Auf der Webseite kandidaten2019.ch (momentan nicht online), findet man negative Kampagnen gegen die meisten aktiven Politiker. Das ist nicht nur unschön, das ist nicht christlich.

Somit ist es nicht das Plakat der SVP, welches ein schlechtes Beispiel ist, sondern die CVP, die dieses Tabu in unserer Politik bricht. Ein schlechtes Beispiel der SVP darum, weil sie mit ihrer Kampagne nicht einzelne Kandidaten „wurmen“, sie wurmte alle Parteien. Und dürfte damit ihre Gegnerinnen noch stärker mobilisiert haben.

marcallenbach.ch